Die EM 2013 der Frauen in Schweden

Vom 10. bis zum 28. Juli kämpfen die zwölf besten Frauenfußballteams Europas bei der EM 2013 um den Titelgewinn. Titelverteidiger Deutschland geht als Top-Favorit in dieses Turnier. Doch auch Teams wie Schweden, England und Dänemark können sich Chancen ausrechnen.

Die Qualifikation zur Fußball EM 2013: souveränes deutsches Weiterkommen
Das deutsche Nationalteam kann selbstbewusst nach Schweden reisen. Die Qualifikationsrunde zur Fußball Europameisterschaft 2013 gewann die Mannschaft als Tabellenerster mit insgesamt 28 Punkten. Nur beim Auswärtsspiel in Spanien verpassten die Deutschen einen Sieg, die Partie endete 2 zu 2. Die anderen Gegner Schweiz, Türkei, Rumänien und Kasachstan fertigten sie dagegen mit hohen Siegen ab. Bis auf die zwei Tore in Spanien ließ das Team nur beim 4 zu 1-Gewinn im ersten Spiel gegen die Türkei ein Gegentor zu. Die Spanne der Sieghöhe reichte ansonsten von einem 3 zu 0 in Rumänien bis zu einem 17 zu 0 zu Hause gegen Kasachstan. Auch das Rückspiel gegen Spanien gewann die Deutschen klar mit 5 zu 0.

Vorrunde: Weiterkommen Pflicht
Bei der EM 2013 wollen die Deutschen in einer vier Teams umfassenden Gruppe mindestens den zweiten Platz ergattern. Sie müssen sich hierbei gegen die beiden skandinavischen Mannschaften Norwegen und Island sowie gegen die Niederlande durchsetzen. Der Titelverteidiger und Rekordgewinner des EM-Titels stellt an sich den Anspruch, bereits im zweiten Spiel gegen Island das Weiterkommen zu sichern.

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Als schwieriger Gegner könnten sich die Norwegerinnen erweisen, gegen welche die Deutschen im dritten Spiel antreten müssen. Mit der Ausnahme 1997 nahm das norwegische Team seit 1987 jedes Mal mindestens am EM-Halbfinale teil. Allerdings schwächelt die Mannschaft in jüngster Zeit, so konnte sie bei der WM 2011 nur einen Sieg verbuchen. Die Niederlande verpasste die Qualifikation zur WM 2011 sogar, beim letzten Aufeinandertreffen im gleichen Jahr unterlagen die Niederländerinnen den Deutschen mit 0 zu 5. Bei Island handelte es sich lange Zeit um einen klaren Außenseiter bei internationalen Turnieren, in den letzten Jahren konnte das Team aber immer wieder überraschen. So gewannen die Deutschen bei zwei Partien 2009 und 2012 jeweils nur knapp mit 1 zu 0.

So spielen die Teams den Titel aus
Insgesamt zwölf Mannschaften kämpfen in drei Vorrunden-Gruppen der EM 2013 um die Qualifikation für die Endrunde. Die genaue Zusammensetzung können Interessierte auf dem Portal www.em2013.net recherchieren. Die Gruppenersten und die -zweiten kommen garantiert in das Viertelfinale, zudem qualifizieren sich die beiden besten Gruppendritten. Hier zählt die Punktzahl und bei Gleichstand die Tordifferenz. Ab dem Viertelfinale läuft die Fußball EM 2013 nach dem bekannten Ko-System. Bei einem Remis messen sich die Teams in zwei Mal fünfzehn Minuten Verlängerung und dann gegebenenfalls im Elfmeterschießen messen.

 

Foto: Das DFB-Trikot der Nationalmannschaft

Abgänge und Verletzungen: diese wichtigen deutschen Spielerinnen fehlen
Seit der enttäuschenden WM 2011 hat sich das Gesicht des deutschen Teams gewandelt. Vor allem die beiden Abgänge der Stürmerin und Rekordnationalspielerin Birgit Prinz sowie der langjährigen Spielerin Ariane Hingst verdienen Erwähnung. Rückschläge musste Bundestrainerin Silvia Neid kurz vor der EM 2013 hinnehmen, als sich drei von sechs Spielerinnen des Triple-Titelgewinners VFL Wolfsburg krankheitsbedingt abmeldeten: Alexandra Popp, Viola Odebrecht und Verena Faißt. Den kompletten deutschen Kader finden Interessierte auf www.fussball-em-2013.com. Die Spiele werden alle im ZDF und der ARD im TV und Livestream übertragen.