Eintracht Frankfurt in der Saison 2013/14

Am 9. August startet die Bundesliga in die Saison 2013/14 und die Eintracht Frankfurt hat sich hohe Ziele gesetzt. Das bestmögliche Ziel wäre die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb, von einem Abstieg wird gar nicht erst gesprochen. Doch wie sehen die Erwartungen realistisch aus und was hat sich im Kader während der Sommerpause verändert?

Erwartungen für diese Saison

Im Tiroler Trainingslager hat die Eintracht Frankfurt an den Feinheiten gearbeitet. Zu diesem Zweck testete man verschiedene Aufstellungen und Kader. Viele der Spieler bzw. deren Positionen sollen variabel zu besetzen sein. Mit dem Gesamtergebnis zeigen sich Trainer Armin Veh und seine Mannschaft zufrieden. Schwere Mängel in der Leistung gab es nicht, vielmehr galt es, an den Details zu arbeiten. So hat der 52 Jahre alte Coach nicht nur das übliche 4-2-3-1-System trainieren lassen. Je nach Gegnerstärke, hält er auch ein 4-4-2 für sinnvoll, wenn eine robuste Defensive verlangt wird.

Armin Veh will damit die bestmöglichen Chancen für die Eintracht erarbeiten. Die vergangene Saison war man schon recht erfolgreich, aber der Trainer warnt vor Selbstüberschätzung. Dieselbe Leistung wie im Vorjahr zu erreichen, ist für ihn nicht denkbar. „Platz sechs ist nicht realistisch“, erklärte er gegenüber der Bild-Zeitung. Die Qualifikation für die internationalen Matches wäre nicht das ernannte Ziel. Die gute letzte Saison erklärt Veh so: „Unser Platz hat auch damit zu tun, dass bei anderen Klubs etwas schief gelaufen ist.“

Doch er schließt eine Überraschung nicht aus, bleibt aber auf dem Boden der Tatsachen. „Als Trainer muss ich immer alle 18 Klubs im Auge haben und in die Bewertung einfließen lassen. Trotzdem können im Fußball Überraschungen passieren. Das ist ja das Schöne.“ Die Erwartungen der Eintracht Frankfurt sind damit nicht zu hoch gesteckt. Man schätzt seine Stärke so ein, dass ein Abstieg ebenso wenig geschehen dürfte, wie eine Spitzenposition in der Bundesliga Tabelle.

Veränderungen im Kader

Sechs neue Spieler hat sich die Eintracht während der Sommerpause in den Kader geholt. Ein Beispiel ist der Torhüter Felix Wiedwald, der aber wie die Erstbesetzung Kevin Trapp, wegen einer Roten Karte aus der Vorsaison nicht im ersten Pokalspiel eingesetzt werden kann. Generell hält sich Coach Veh viele Optionen offen, was man an den möglichen Konstellationen im Mittelfeld am besten erkennen kann.

So will man nicht nur Carlos Zambrano und Bamba Anderson regelmäßige Chancen geben. Marco Russ und die Außenverteidiger Sebastian Jung, sowie Bastian Oczipka sind alle ersetzbar. Zum Beispiel durch Constant Djakpa und Stefano Celozzi. Sie sind als Ersatz vorgesehen, wenn die Stammspieler längere Zeit schwächeln oder verletzungsbedingt ausfallen sollten. Zum favorisierten Kader gehören in jedem Fall Kapitän Pirmin Schwegler und Sebastian Rode im Mittelfeld.

Gerade erst vergangenen Dienstag, hat dann noch Marvin Bakalorz seinen Vertrag als Mittelfeldspieler bei der Eintracht Frankfurt unterschrieben. Der 23-jährige wechselt von Borussia Dortmund. Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner erklärt, warum man sich für Bakalorz entschieden hat. „Marvin ist ein Spieler, der auf mehreren Positionen flexibel einsetzbar ist.“ Dies war der Eintracht eine Ablösesumme von 75.000 Euro wert.

Weiterhin zeigt die Eintracht Frankfurt Interesse an Vaclav Kadlec. Er spielt derzeit noch bei Sparta Prag und verlängerte dort erst kürzlich seinen Vertrag bis 2016. Doch dank einer Ausstiegsklausel, könnte er dennoch nach Frankfurt wechseln. Der 21 Jahre alte Stürmer gilt als vielversprechend und Hübner hält es immer noch für realistisch, dass man Kadlec für den Kader gewinnen kann.

Testspiele während der Sommerpause

Die letzten Probespiele verliefen für Eintracht Frankfurt zufriedenstellend. „Wir sind gut vorbereitet“, erklärte Trainer Armin Veh, nachdem man zwei türkische Mannschaften im Trainingslager geschlagen hatte. Gegen Bursaspor spielte man mit einem klaren 5:1, wobei es gegen Kayserispor mit 3:2 sehr spannend wurde. Somit kehrt man mit einer positiven Einstellung und guten Ergebnissen aus dem Trainingslager zurück, um die letzten Tage noch für kleine Korrekturen zu nutzen.

Meister und Abstiegsquoten

Wie man bei einem Wettquoten Vergleich sehr gut sehen kann, schätzen auch die meisten Sportwetten-Anbieter die Eintracht mit ihrer derzeitigen Besetzung so ein, dass man sich zum Ende der neuen Saison im Mittelfeld positionieren wird. Bei Bwin gibt es bspw. eine Quote von 151:1 für Frankfurt als Gesamtsieger. Zum Vergleich: Für Titelfavorit Bayern München findet man lediglich eine Quote von 1,4:1 – für den größten Außenseiter Eintracht Braunschweig findet man Wettquoten von bis zu 500:1.

Wenn es um die Frage „Steigt Eintracht Frankfurt 2013/2014 aus der Bundesliga ab?“ geht, dann hält man dies bei den Wettanbietern Bet365, Bwin und Interwetten mit einer Quote von durchschnittlich 9:1 ebenfalls für relativ unrealistisch.